Eine Analyse von 129.000 Domains zeigt: Die Anzahl der referierenden Domains ist der wichtigste Einflussfaktor fuer ChatGPT-Zitierungen.
Wenn Sie wissen wollen, was im KI-Zeitalter wirklich Sichtbarkeit erzeugt, lohnt ein Blick auf die SE-Ranking-Studie aus dem Jahr 2025. Das Team analysierte rund 129.000 Domains und ihre Erwaehnungen in ChatGPT-Antworten. Das Ergebnis lieferte eine der ersten datengestuetzten Antworten auf eine Frage, die viele Marketer umtreibt: Welche Faktoren entscheiden darueber, ob eine Webseite in generativen Antworten zitiert wird oder nicht? Spoiler: Backlinks fuehren das Ranking deutlich an.
Methodik: 129.000 Domains, ChatGPT als Pruefstand
Die Studie erfasste fuer eine Stichprobe von rund 129.000 Domains aus unterschiedlichen Branchen und Laendern, wie haeufig diese in ChatGPT-Antworten als Quelle auftauchten. Dabei wurden tausende Themenfelder abgefragt und die Zitierhaeufigkeit pro Domain erhoben. Parallel wurden klassische SEO-Metriken erhoben: Anzahl der verweisenden Domains, organischer Traffic, Trust-Werte, Anzahl indexierter Seiten, Anchor-Text-Verteilung, Domain-Alter und weitere Faktoren. Diese Datenpunkte wurden anschliessend gegen die ChatGPT-Erwaehnungen korreliert, um Einflussfaktoren zu identifizieren und zu gewichten. Die Methodik kombiniert also klassische SEO-Audit-Daten mit einer neuen Messgroesse, naemlich der KI-Sichtbarkeit, und liefert damit erstmals belastbare Korrelationen zwischen beiden Welten.
Wichtig ist die statistische Robustheit der Studie. Bei 129.000 Domains lassen sich Einzelausreisser nicht mehr als Erklaerung heranziehen. Die Muster, die sich zeigen, sind systemisch und reproduzierbar. Genau das macht die Untersuchung zu einer der wertvollsten Quellen fuer SEO- und GEO-Strategen, die vor der Frage stehen, wo sie ihre Budgets investieren sollen. Auch die Branchenverteilung deckt eine breite Palette ab, von B2B-Software ueber E-Commerce, Finanzdienstleistungen, Reise und Gesundheit bis hin zu klassischen Industrie- und Handwerksbranchen, sodass die Ergebnisse nicht auf eine einzelne Marktnische beschraenkt sind.
Das Kernergebnis: Linkprofil schlaegt alles
Der staerkste Einzelfaktor fuer die ChatGPT-Zitierungshaeufigkeit war eindeutig die Anzahl der referierenden Domains. Webseiten mit ueber 350.000 verweisenden Domains erhielten im Durchschnitt 8,4 Zitierungen pro Themenfeld. Domains mit 50.000 bis 350.000 verweisenden Quellen lagen bei rund 4 bis 5 Zitierungen. Bei Domains mit 10.000 bis 50.000 verweisenden Quellen sank der Wert auf etwa 2,5 bis 3 Zitierungen, und Webseiten mit weniger als 2.500 verweisenden Domains kamen lediglich auf 1,6 bis 1,8 Zitierungen. Selbst Domains mit weniger als 500 verweisenden Quellen tauchten in den Antworten praktisch nicht auf, was die Schwellenwert-These untermauert: Es gibt eine kritische Masse, unterhalb derer ein Linkprofil keine messbare KI-Sichtbarkeit erzeugt.
Der Unterschied ist nicht subtil, er ist drastisch. Das obere Segment wird mehr als fuenfmal so haeufig zitiert wie das untere. Wenn Sie also ueberlegen, wie viel Linkbuilding-Budget Sie ansetzen, ist das die Antwort: Genug, um aus dem unteren Korridor herauszukommen. Jede Verschiebung in ein hoeheres Segment wird sich messbar in KI-Sichtbarkeit niederschlagen. Besonders bemerkenswert: Die Zuwachskurve ist nicht linear, sondern beschleunigt sich oberhalb bestimmter Schwellen. Wer es schafft, von 10.000 auf 50.000 referierende Domains zu skalieren, gewinnt prozentual mehr KI-Sichtbarkeit als bei den ersten 10.000 Domains.
Die Top-3-Faktoren im Detail
SE-Ranking identifizierte insgesamt 20 Faktoren, die mit ChatGPT-Zitierungen korrelieren. Die ersten drei Plaetze sind die wichtigsten und liefern eine klare Roadmap. Platz eins: Anzahl der referierenden Domains. Wie beschrieben der staerkste Einzelfaktor. Platz zwei: organischer Traffic. Domains mit hoher Sichtbarkeit in Google werden auch oefter von KI-Modellen zitiert, weil sie als verlaessliche, vielgenutzte Quellen wahrgenommen werden. Hier wirkt der Reinforcement-Effekt zwischen Google-Rankings und KI-Auswahl, den wir bereits beschrieben haben.
Platz drei: Trust-Scores. Hierzu zaehlen Domain-Trust-Metriken, die das Verhaeltnis zwischen autoritativen Linkquellen und Spam-Quellen abbilden. Eine Domain mit 10.000 hochwertigen Backlinks wird hoeher eingestuft als eine Domain mit 100.000 Backlinks zweifelhafter Herkunft. KI-Modelle scheinen diesen Qualitaetsfilter sehr aehnlich zu Google anzuwenden. Erst auf den Plaetzen vier bis 20 folgen Faktoren wie Domain-Alter, Anzahl indexierter Seiten, Anchor-Text-Diversitaet, technische SEO-Hygiene und Content-Aktualitaet.
Die Anzahl referierender Domains ist der staerkste Einzelfaktor fuer ChatGPT-Zitierungen. Wer das ignoriert, optimiert am eigentlichen Hebel vorbei.
Was das fuer Marketing-Budgets bedeutet
Die Implikationen fuer Marketingbudgets sind erheblich. Viele Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren grosse Teile ihres SEO-Budgets in Content-Produktion und Onpage-Optimierung umgeschichtet. Das ist nicht falsch, aber es ist nur die halbe Wahrheit. Ohne paralleles Investment in Domain-Autoritaet bleibt der beste Content unsichtbar, sowohl in Google als auch in den KI-Antwortmaschinen. Wer 80 Prozent seines Budgets in Content steckt und nur 20 Prozent in Linkbuilding, hat im KI-Zeitalter keine optimale Allokation.
Eine ausgewogene Aufteilung sieht heute oft so aus: 40 bis 50 Prozent fuer hochwertigen Content und Daten-Assets, 30 bis 40 Prozent fuer strategisches Linkbuilding inklusive Digital PR und 15 bis 25 Prozent fuer technische SEO und User Experience. Wer einer dieser drei Saeulen vernachlaessigt, verschenkt das Potenzial der anderen beiden. Linkbuilding ist dabei keine Disziplin, die nebenher laeuft. Es ist ein eigener strategischer Hebel mit eigenen KPIs und einer eigenen Investmentlogik.
Konsequenzen fuer Ihre naechsten Schritte
Wenn Sie die Ergebnisse der SE-Ranking-Studie ernst nehmen, ergeben sich drei sofortige Schritte. Erstens: Lassen Sie Ihr aktuelles Linkprofil professionell auditieren. Wie viele referierende Domains haben Sie heute? In welchem Segment der Studie liegen Sie? Welcher Anteil ist hochwertig? Welche Domains sind potenziell toxisch und sollten ueber Disavow neutralisiert werden? Welche Wettbewerber haben in den letzten zwoelf Monaten am staerksten zugelegt und welche Quellen haben sie dafuer genutzt? Zweitens: Setzen Sie sich realistische Ziele fuer die naechsten 12 bis 24 Monate, gemessen in zusaetzlichen referierenden Domains pro Quartal. Drittens: Verknuepfen Sie Ihre Linkbuilding-Aktivitaeten mit Content-Assets, die natuerlich Verlinkungen anziehen, etwa eigene Studien, Tools oder Branchenreports. Diese drei Schritte funktionieren nur zusammen, ein einzelner ohne die anderen reicht nicht aus.
Was Sie nicht tun sollten: Das Thema verschieben. Die Studie zeigt nicht, dass mehr Backlinks bald irrelevant werden, sondern dass der Hebel staerker ist als je zuvor. Jeder Monat ohne strategische Linkarbeit ist ein Monat, in dem Wettbewerber an Ihnen vorbeiziehen. Im KI-Zeitalter ist Sichtbarkeit ein Spiel mit langer Halbwertszeit, und der Fruehe gewinnt. Wer den Sprung von 2.500 auf 10.000 referierende Domains schafft, hebt sich messbar aus dem unteren Segment heraus, und wer von 50.000 auf 350.000 skaliert, betritt die Liga der KI-Standardquellen.
performanceLiebe analysiert Ihr Backlinkprofil im Detail und vergleicht es mit Wettbewerbern und den Schwellen aus der SE-Ranking-Studie. Sie erhalten eine klare Roadmap, wie Sie in das naechste Sichtbarkeitssegment kommen.
Linkprofil-Analyse anfragenDaten luegen nicht. Wer in ChatGPT zitiert werden will, braucht ein Linkprofil, das mit den Top-Domains der eigenen Branche mithalten kann.













