SEO Relaunch: Warum ein neues Design die Sichtbarkeit gefährden kann
Ein Relaunch verändert Design, Technik und oft auch die Adressen der Seiten. Für Besucher ist das ein Gewinn, für Suchmaschinen ein Risiko: Was sie über Ihre Website gelernt haben, gilt nur, solange Seiten, Inhalte und Verknüpfungen erkennbar bleiben. Ein SEO Relaunch sorgt dafür, dass diese Zuordnung erhalten bleibt. Fehlt sie, rutschen Seiten aus den Ergebnissen, und der Besucherstrom bricht ein, manchmal erst Wochen nach dem Start.
Auf dieser Seite finden Sie die Schritte, mit denen sich Rankingverluste beim Website Relaunch SEO-seitig begrenzen lassen: Bestandsaufnahme, URL-Liste, 301-Weiterleitungen, Übernahme der Inhalte, Schutz der Testumgebung, Livegang-Checkliste und Nachkontrolle. Ein Verlust lässt sich nie völlig ausschließen, und feste Zusagen gibt es nicht, aber die meisten Einbrüche haben vermeidbare Ursachen. performanceLiebe arbeitet seit 2009 an Suchmaschinenoptimierung und betreut Kunden bundesweit aus der Ferne.
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Bestandsaufnahme vor dem Relaunch
Bevor etwas verändert wird, muss klar sein, was heute funktioniert. Halten Sie fest, welche Seiten Besucher aus der Suche bringen, für welche Suchanfragen die Website sichtbar ist, welche Seiten Anfragen oder Umsätze erzeugen und welche Seiten Verweise von anderen Websites erhalten. Diese Zahlen liefern die Google Search Console und Ihre Besuchermessung. Speichern Sie sie vor dem Start, denn nach dem Umbau fehlt der Vergleich.
Notieren Sie auch den technischen Stand: Ladezeit, Darstellung auf dem Smartphone, vorhandene Weiterleitungen, Sprachversionen, strukturierte Daten und die Einstellungen für die Indexierung. Wer wissen möchte, wo die Website steht, findet den Ablauf unter SEO Audit. Bei komplexen Seiten lohnt eine tiefergehende Prüfung, wie sie das Technische SEO Audit beschreibt.
Entscheiden Sie anhand der Bestandsaufnahme, was erhalten bleiben muss. Seiten mit gutem Besucherstrom oder wichtigen Verweisen sind tabu für größere Eingriffe. Seiten ohne Nutzen können zusammengeführt oder entfernt werden, aber bewusst und mit Plan, nicht als Nebenwirkung eines neuen Systems.
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URL-Liste und 301-Weiterleitungen
Das Herzstück eines SEO Relaunchs ist die URL-Liste. Sie enthält links jede alte Adresse und rechts die neue. Ändern sich Adressen nicht, steht rechts dasselbe wie links, und das ist der sicherste Fall. Ändern sie sich, braucht jede alte Adresse mit Wert eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die passende neue Seite, nicht pauschal auf die Startseite.
Prüfen Sie die Weiterleitungen sorgfältig. Ketten, bei denen eine Adresse über mehrere Stationen führt, kosten Zeit und werden leicht fehlerhaft. Schleifen blockieren den Aufruf. Weiterleitungen auf Seiten, die inhaltlich nichts mit dem Ursprung zu tun haben, werden von Google unter Umständen wie Fehlerseiten behandelt. Auch Adressen mit Parametern, Bilder und Dokumente gehören auf die Liste, wenn sie Besucher oder Verweise haben.
Google beschreibt das Vorgehen beim Umzug einer Website mit geänderten Adressen in der eigenen Dokumentation. Halten Sie die Weiterleitungen nach dem Start mindestens so lange aufrecht, wie Google sie benötigt, und bauen Sie sie nicht vorschnell ab. Ihr Wert liegt darin, dass die Verweise von anderen Websites weiter ankommen.
Inhalte übernehmen und nicht aus Versehen verschlechtern
Ein neues Design verleitet dazu, Texte zu kürzen, Überschriften neu zu formulieren oder Seiten zusammenzulegen. Das kann sinnvoll sein, verändert aber, wofür eine Seite gefunden wurde. Übernehmen Sie bei Seiten, die gut laufen, Titel, Überschriften und Kerntexte zunächst weitgehend unverändert und optimieren Sie sie erst, wenn die Website stabil läuft. So lassen sich Wirkungen sauber zuordnen.
Achten Sie darauf, dass beim Umbau nichts verloren geht, was Suchmaschinen brauchen: Seitentitel, Beschreibungen, Überschriftenstruktur, Alternativtexte von Bildern, interne Verlinkung, strukturierte Daten und Sprachverweise. In neuen Baukästen sind diese Felder oft leer oder werden automatisch gefüllt. Prüfen Sie bei einer Stichprobe der wichtigsten Seiten, ob alles vorhanden ist.
Prüfen Sie auch die Darstellung auf dem Smartphone, weil Google Seiten vorrangig so bewertet. Wichtige Inhalte dürfen dort nicht fehlen oder hinter Reitern verschwinden, die nicht lesbar sind. Hinweise dazu enthält die Seite zu Mobile SEO.
Staging nicht indexieren
Neue Websites werden auf einer Testumgebung, dem Staging, gebaut. Diese Adresse darf nicht in der Suche auftauchen, sonst entstehen doppelte Inhalte oder, schlimmer, die Testseite verdrängt später das Original. Schützen Sie die Testumgebung mit einem Zugangsschutz (Benutzername und Passwort). Ein Hinweis in der Datei robots.txt allein reicht nicht, weil er Seiten nicht zuverlässig aus dem Index hält.
Der häufigste Fehler ist der umgekehrte: Die Sperre aus der Testumgebung wird beim Livegang mit übernommen. Dann verbietet die neue Website den Suchmaschinen den Zugriff oder die Aufnahme in den Index, und die Sichtbarkeit verschwindet in wenigen Tagen. Prüfen Sie nach der Übertragung ausdrücklich die Robots-Einstellungen in der robots.txt und den Meta-Anweisungen, und zwar auf der Live-Adresse.
Kontrollieren Sie auch die Canonical-Angaben. Zeigen sie auf die Testadresse, weiß Google nicht, welche Version maßgeblich ist. Das gilt ebenso für Sitemaps, die versehentlich Adressen der Testumgebung enthalten. Solche Kleinigkeiten fallen im Browser nicht auf und sind deshalb ein fester Punkt der Livegang-Prüfung.
Die Livegang-Checkliste
Am Tag des Umzugs hilft eine feste Liste. Sind alle Weiterleitungen aktiv und liefern sie den richtigen Zielstatus? Sind die Robots-Einstellungen offen und die Meta-Anweisungen korrekt? Stimmen Canonical-Angaben, Sprachverweise und Titel? Ist die neue Sitemap eingereicht, ist die Search Console für die richtige Adresse eingerichtet, und läuft die Besuchermessung? Zusätzlich sollten Formulare, Bestellwege und Telefonnummern getestet werden.
Wählen Sie den Zeitpunkt klug. Starten Sie nicht vor einem Wochenende, an dem niemand eingreifen kann, und nicht in Ihrer umsatzstärksten Zeit. Halten Sie die alte Version zurück, bis sicher ist, dass die neue funktioniert, und legen Sie vorab fest, wer bei Problemen entscheidet. Dokumentieren Sie, was geändert wurde, damit sich Ursachen später finden lassen.
Bei einem Wechsel der Domain oder einem Umzug auf eine andere Struktur kommen weitere Schritte hinzu, etwa die Umzugsfunktion der Search Console. Ist das Vorhaben groß oder die Website wichtig für das Geschäft, ist eine Begleitung durch Fachleute sinnvoll, wie sie unsere SEO Agentur anbietet.
Nachkontrolle in der Search Console
Nach dem Start beginnt die Kontrolle. Beobachten Sie in der Google Search Console in den ersten Tagen und Wochen, ob die wichtigen Seiten indexiert sind, ob Fehler wie nicht gefundene Seiten auftreten und wie sich Impressionen und Klicks entwickeln. Vergleichen Sie mit den gesicherten Werten aus der Bestandsaufnahme. Leichte Schwankungen nach dem Umbau sind normal, anhaltende Einbrüche bei einzelnen Seiten sind ein Signal.
Prüfen Sie außerdem, ob alte Adressen noch aufgerufen werden und wohin sie führen. Meldet die Search Console Seiten, die nicht gefunden werden, ergänzen Sie fehlende Weiterleitungen. Kontrollieren Sie Ladezeit und Darstellung unter realen Bedingungen und beantworten Sie Rückmeldungen von Kunden, die etwas nicht finden. Gute Erfahrungen zeigt ein Relaunch, der mit Monitoring begleitet wird, wie unter SEO Betreuung beschrieben.
Rechnen Sie damit, dass sich die Lage nicht sofort einpendelt. Sie hängt von Größe der Website, Anzahl der Änderungen und Wettbewerb ab. Verändern Sie in dieser Phase nicht gleichzeitig weitere Dinge, damit Ursachen erkennbar bleiben. Mit einem sauberen Plan sinkt das Risiko, aber eine Garantie auf unveränderte Platzierungen gibt es nicht.
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Häufig gestellte Fragen
Weil sich Adressen, Inhalte oder Technik ändern, ohne dass Google die Zuordnung zum Alten erhält.
Häufige Ursachen sind fehlende Weiterleitungen, mitgenommene Indexsperren und gekürzte Inhalte. Die meisten lassen sich mit einer Liste und Prüfung vermeiden.
Eine dauerhafte Weiterleitung von einer alten auf eine neue Adresse.
Sie leitet Besucher und Suchmaschinen um und sorgt dafür, dass Verweise auf die alte Adresse weiter ankommen. Sie sollte auf die thematisch passende Seite zeigen.
Am sichersten mit Zugangsschutz per Benutzername und Passwort.
Ein Eintrag in der robots.txt allein reicht nicht. Entfernen Sie Sperren beim Livegang und prüfen Sie die Live-Adresse ausdrücklich.
Weiterleitungen, Robots-Einstellungen, Canonical-Angaben, Sitemap und die Entwicklung in der Search Console.
Vergleichen Sie Klicks, Impressionen und Indexierung mit den Werten vor dem Start und beheben Sie gemeldete Fehler zügig.
Das hängt von der Größe der Website und der Zahl der Änderungen ab, feste Zeiträume nennen wir nicht.
Leichte Schwankungen sind normal. Bleibt der Rückgang bei wichtigen Seiten bestehen, lohnt eine gezielte technische Prüfung.














